Integration
Der JTL-Connector für Shopware 6 läuft als gehosteter Dienst von JTL, ohne Plugin im Shop. Diese Anleitung zeigt die Einrichtung, was er abgleicht, was nicht, und welche Einstellungen den ersten Sync retten.
JTL betreibt den Connector für Shopware 6 selbst, als gehosteten Dienst. Sie legen in Shopware eine Integration an, erstellen den Connector im JTL-Kundenkonto und fügen ihn in JTL-Wawi als Verkaufskanal hinzu. Danach führt die Wawi: Artikel, Preise und Bestand pflegen Sie nur noch dort. Kundenspezifische Preise und einige Artikeldaten gleicht der Connector nicht ab, prüfen Sie die Funktionsmatrix also vor dem Start.
Geprüft gegen: den JTL-Guide (Stand Oktober 2026) und die JTL-Funktionsmatrix "Kompatibilität mit JTL-Wawi" (Stand 02.2025). JTL gibt Shopware 6 von 6.1 bis 6.7.14 frei. Für 6.7.15 lag zu diesem Zeitpunkt noch keine Freigabe vor.
Die Anbindung von JTL-Wawi an Shopware 6 ist schnell eingerichtet. Die Probleme entstehen danach, wenn Daten nicht ankommen, die niemand vermisst hat, bis ein Kunde fragt.
Wer vorher weiß, was der Connector abgleicht und was nicht, plant die Lücken ein, statt sie im Livebetrieb zu finden.
Wichtig: setzen Sie im JTL-Kundencenter "Aufträge ab einem bestimmten Datum importieren", bevor Sie den Connector aktivieren. Sonst bezahlen Sie für alte Bestellungen, die Sie gar nicht in der Wawi haben wollen.
Unter Einstellungen > System > Integrationen auf Integration anlegen klicken, eine Rolle oder Administrator wählen, Zugangs-ID und Sicherheitsschlüssel notieren und Integration speichern.
Unter Bestellungen & Lizenzen > Shop-Connectoren > Connector-Verwaltung auf Jetzt erstellen klicken, die Onlineshop URL eintragen und speichern. Notieren Sie Connector-URL und Connector-Token.
Unter Plattformen > Verkaufskanäle > Hinzufügen als Verkaufsweg JTL-Connector wählen. Im Reiter Verbindung URL und Token eintragen und Verbindung testen. Im Reiter Zuordnungen die Kundengruppe setzen und speichern.
Mit JTL-Worker 2.0 starten Sie den Worker-Dienst danach neu und legen die Intervalle pro Datentyp unter Admin > JTL-Worker-Status fest. Einen Abgleich von Hand starten Sie über Plattformen > Abgleich starten > JTL-Connector. Welche Artikel in den Shop gehen, legen Sie pro Kategorie fest: in den Kategoriestammdaten unter Onlineshops/JTL-POS den Haken bei Shopware 6 setzen.
Laut JTL-Funktionsmatrix (Stand 02.2025) gleicht der Connector für Shopware 6 unter anderem ab: Kategorien mit Bildern und Sortierung, Artikelnummer, HAN und EAN, mehrsprachige Texte, SEO-Daten, Maße und Gewicht, Mindestabnahme, Einheiten und Grundpreise, Brutto- und Nettopreise, Kundengruppen- und Staffelpreise, Sonderpreise, UVP, Variationen und Varkombis, Merkmale, Bestand und Überverkauf, Hersteller, Kunden und Kundengruppen sowie Bestellungen mit Zahlungs- und Versandart, Lieferscheinen und Trackingnummern.
Kundenspezifische Preise, Einkaufspreis, teilbare Mengen, MHD und Erscheinungsdatum, Artikelsortierung, Sortierung und Bilder von Merkmalen, Mindestbestand, Herstellersortierung und Hersteller-SEO-URL, Kundengruppen-Attribute, Guthaben sowie Upload-, Download- und Mediendatei-Artikel.
Stücklisten und Konfiguratorartikel kommen als ein Artikel ohne Bezug zu den einzelnen Komponenten an.
Für B2B-Shops wiegt der erste Punkt am schwersten. Verhandelte Preise pro Kunde, die in der Wawi gepflegt sind, kommen über den Connector nicht in Shopware an. Welche Wege es in Shopware dafür gibt, zeigt die B2B-Anleitung.
Für Shopware-Felder ohne eigene Entsprechung in der Wawi gibt es Funktionsattribute am Artikel. Die wichtigsten:
sales_channels legt fest, in welchen Verkaufskanälen der Artikel verkauft wird, und main_category_id setzt die Hauptkategorie.
canonical_product_sku bestimmt, welche Variante die allgemeine URL des Produkts stellt.
cms_page_name, hide_in_listings_and_search, custom_search_keywords und max_order_quantity steuern Layout, Sichtbarkeit, Suche und Höchstmenge.
storefront_presentation_* steuern die Variantendarstellung und lassen sich nicht kombinieren.
Testen Sie Shopware-Updates gegen den Connector auf Staging, bevor sie live gehen. Die Freigabeliste von JTL läuft den Shopware-Versionen hinterher, und für aktuelle 6.7-Versionen gibt es bereits ein quelloffenes Plugin eines Drittanbieters, das fehlende Connector-Daten nachbessert. Beides spricht dafür, jede neue Version erst mit echtem Abgleich zu prüfen.
Geschrieben von Huzaifa Mustafa
Wenn der Connector nicht reicht:
Schicken Sie uns, was fehlt oder falsch ankommt. Wir sagen Ihnen, ob es eine Einstellung, ein Funktionsattribut oder ein Fall für eigenen Code ist.